ImEx Ausstellung: Impressionismus trifft Expressionismus in Berlin

Eindruck und Ausdruck

Weit mehr als 100.000 Besucher haben das spannende Aufeinandertreffen von Impressionismus und Expressionismus in der Alten Nationalgalerie in Berlin bereits gesehen. Noch bis 20. September 2015 haben Sie die Möglichkeit, die einzigartige ImEx Ausstellung zu besuchen, die sich erstmals explizit dem Vergleich der beiden Kunststile widmet.
 

Impressionismus und Expressionismus

Der Impressionismus, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkam, brach mit vielen Konventionen des damaligen Kunstverständnisses. Klare Linien und zeichnerische Elemente traten in der Hintergrund, die Bedeutung von Farbgebung in den Vordergrund. Zum ersten Mal war Ölfarbe in Tuben erhältlich, das ermöglichte Freiluftmalerei. So ist besonders die Natur ein beliebtes Motiv des Impressionismus. Bedeutende Impressionisten sind unter anderem Claude Monet, Edouard Manet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas und Alfred Sisley.

Der Expressionismus entstand im ausgehenden 19., frühen 20. Jahrhundert als Protest gegen die bestehende Ordnung. Die Stilrichtung konzentriert sich auf die Abbildung eines Erlebnisses. Freier Umgang mit Farbe und Form ist charakteristisch, die Bilder wirken daher abstrakt statt ästhetisch. Während der Impressionismus stark von französischen Malern geprägt wurde, dominierten im Expressionismus vor allem deutsche Künstler wie Franz Marc, Emil Nolde, August Macke oder Paul Klee. Künstlervereinigungen trugen maßgeblich zur schnellen Entwicklung des Expressionismus bei.
 

Die Ausstellung

Ein echter Vorreiter! Die Nationalgalerie war eines der ersten Museen weltweit, das ab 1896 impressionistische Gemälde erwarb. Bereits 1919 kam eine große Sammlung expressionistischer Werke hinzu. Damit erkannte das Museum sehr früh die jeweils große Bedeutung der beiden Kunststile.

Die umfassende Ausstellung ImEx richtet den Fokus auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Kunstrichtungen. Gut 160 Meisterwerke unter anderem von Claude Monet, Edouard Manet, Pierre-Auguste Renoir, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde oder Franz Marc sind zu bestaunen.

Die Exponate sind nach gemeinsamen Hauptmotiven arrangiert. Der Hauptsaal ist dem Thema Stadt gewidmet. Weitere Räume befassen sich mit dem abendlichen Vergnügen in Bars und Restaurants, der Freizeitlust in der Natur sowie mit dem Thema Familie. Dem unbekümmerten Motiv der Badenden zu Beginn der Ausstellung stehen im letzten Raum Werke aus dem Jahr 1913 gegenüber, die das Unbehagen der Kriegszeit verdeutlichen. Durch diese besondere Aufteilung nach gleichen Motiven kann der Besucher selbst sehr viele verbindende und trennende Elemente der beiden Stile herausarbeiten und die Kunstentwicklung auf sich wirken lassen.
 

Und hinterher…

Von der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel zum Alexanderplatz ist es nur ein Katzensprung. Übernachten Sie während Ihres Besuchs in Berlin doch im zentral gelegenen Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz. Von dort haben Sie einen unvergesslichen 360-Grad-Blick über die Hauptstadt. Davon können Sie sich schon jetzt mit unserer Panorama-Livecam überzeugen.

Bildnachweis: David von Becker, Verein der Freunde der Nationalgalerie e.V.